Der ganz normale Wahnsinn
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WHAAAAAAAAAAAAAAAAAGH!!!!!

BLUT!
GEDÄRME!
HIRRRRRN!
NOCH MEHR BLUT!
ORGANE!
KNOCHÄÄÄÄÄN!

Soviel zu meinem Abendessen. Kommen wir zu etwas Erfreulicherem - dem totalen Niedergang der Geschichtskultur.

Inhalt

The Final Destination, so der offizielle Titel, hebt sich als vierter Teil der Serie insofern vom Rest der Reihe ab, als dass er auf sie scheißt. Nicht wortwörtlich, auch wenn einer der Tode echt für'n Arsch is', aber in storytechnischer Hinsicht: The Final Destination steht für einen Neuanfang innerhalb des Franchise, keine der Figuren hat einen Bezug zu den ersten drei Filmen (wenngleich sie in mehrfacher Weise erwähnt werden). Lediglich das "Universum" ist gleich, und so kommt es, wie es kommen muss: ein nichtssagender, aber liebenswerter Hauptcharakter namens Nick (die Typen heißen IMMER Nick) sitzt bei einem Nascar Ringelreigen und denkt sich nichts Böses (sofern man Europäer ist und das Befummeln der eigenen Freundin nicht USA-like mit Terrorismus und Teufelsanbetung gleichgesetzt wird), da sieht er vor seinem inneren Auge eine Vision. Kurzform: böses Aua für alle Beteiligten (und Unbeteiligten) gefolgt von akutem Tod für so ziemlich Alle. Eine Minute später starrt Nick ins Leere - und das Ganze geht wieder von Vorne los. Wer jetzt denkt, sein folgender Rettungsversuch mündet in der Errettung sämtlicher Beteiligten, hätte Recht, wäre da nicht dieser lästige Autoreifen, der gleich zu Beginn des Film deutlich macht, welche Traumata der tägliche Alltag eines sehr untallentierten Metzgers mit sich bringt. Dem Tod kann man nicht entkommen. Von nun an fühlen sich Doktor Nick und seine Freundin Lordi dazu bemüßigt, ähnliche Ereignisse zu recherchieren und dem Sensenmann ein Schnittchen zu schlagen. Oder zu streichen. Je nachdem.
Dem indess scheint es ganz gut zu gehen. Ein Zufall folgt dem anderen, und wer sich bis jetzt gefragt hat, wieso der Tod nicht einfach spontane Selbstentzündung und Herzinfakte benutzt wird sich wahrscheinlich beim Tod des Rassisten mit einem Grinsen im Gesicht ertappen. Besonders die Fußballer unter uns.
Während also Lordis Freundin Jeanette knapp dem Tod entgeht, weil Lordi und der Doktor Jan Itor kryptischen Hinweisen Doktor Nicks nachgehen, vergnügt sich Hans im Schwimmbad beim Rodeo. Als Nick letztendlich eintrifft hat der Tod Nick endlich ereilt - gleichzeitig wird einem endlich deutlich gemacht, wieso Dummheit nicht ausstirbt, denn das leere Hirn des blondschöpfigen Vakuums braucht VERDAMMT lange, bis es ohne Sauerstoff den Geist aufgegeben hätte - und dann stirbt der Kerl nicht mal DARAN sondern am brutalsten Rimmjob aller Zeiten.
Als einer der Überlebenden (in der zugegebenermaßen BESTEN Szene des ganzen Films) versucht, durch ein nobles - und unfreiwillig komisches - Selbstopfer die Liste des Todes für ungültig zu erklären, um dem Rest der Truppe das Überleben zu ermöglichen, stellt er schnell fest, dass der Tod sich nicht GANZ so einfach ans Bein pinkeln lässt. Sämtliche Versuche, sein Leben zu beenden, gehen schief; Gevatter Tod spielt scheinbar mit gezinkten Karten, bis das Fernsehen sehen will und seine Karten offen legt: eines der Opfer hat den Unfall an der Rennbahn überlebt und liegt als permanenter Ramses-Chameo im Krankenhaus. Der unglückliche Suizidler macht sich mit Doktor Nick auf den Weg und beide versuchen alles, um dem leicht verrückten Texaner im Klorollencatsuit das Leben zu retten. Wieder nichts. Beide resignieren - dem Tod kann man nicht entkommen. In einer belanglosen - und beispiellos komischen - Szene verteilt sich Nicks Begleiter auf der Straße.
Szenenwechsel. Jeanet und Lori sitzen im Kino. Was macht man auch sonst nachdem dem eigenen Ex ein Ansaugrohr den Arsch aus der Ritze gesaugt hat? Während einem folgenden Unfall Marke Gerippe Bad Luck Adventure Incorporation entwickelt Lori - ja, genau, Nicks Freundin, die, von einer einigermaßen talentierten Schauspielerin als RL Avatar nur noch einen tollen Venushügel und recht eng anliegende Hot Pants als Charakter zu bieten hat - die selbe Fähigkeit wie Nick und erahnt den Unfall voraus. Natürlich macht Nick sich sofort auf zur Rettung, kommt jedoch zu spät. Im Chaos des vergehenden Einkaufszentrums wird Lori von einer Rolltreppe gefressen. Was deutlich komischer aussieht als es sich anhört, da ihr Tod kaum gezeigt wird und mehr daher kommt wie ein Reaction-Shot aus Tom & Jerry.
Zurück beim toten Sicherheitsmann erkennt Nick, dass seine Vision nur das war - eine Vision. Ich meine, wtf, seine Freundin hatte diese Gabe bisher nicht, woher sollte sie die auch haben?^^ Bullshit. Nichtsdestotrotz erinnert sich Nick an seinen Fehler und bewegt schnellstmöglich seinen Arsch.
And what do you know, im Kinosaal brütet Lordi vorahnungsgetreu ihren sixth sense aus. Nick liefert sich einen zugegebenermaßen originellen Kampf mit dem Zufall und kann die Explosion der... wtf, was steht da eigentlich für explosives Zeug hinter einer Kinoleinwand rum? Egal, er verhindert den Multigasmus der Gasflasche und rettet sich, seiner Zukünftigen und dem wandelnden Hirnstromnullifizierer Jeanet das Leben.
Zeitsprung. Nick, Jeanet und Lori sitzen in einem Lokal und sinnieren über den Sinn und Zweck ihres neu gewonnenen Lebens.

Als Nick aufschreckt, die Zeichen erkennt und auf brutalste Art und Weise mit seinen beiden Kolleginen von einem Truck zermatscht wird, emporgehoben und zelebriert in feinster Röntgen/3D-Knochen-Vision.

Warum das Ganze so Bullshit ist

Zuerst einmal - was mich von Anfang an ein wenig gestört hat war, dass der ganze Film wie ein warmer Aufguss vom ersten Teil wirkt. Die Inovation ist fast durchgängig auf Brachland Nivaeu, fast jeden Tod hat man schonmal irgendwo anders gesehen (bis auf die Hardcore Darmspülung). Nichtsdestotrotz - und genau deswegen kotzt mich der Grund für die Einstufung als DSL Film so an - hat mir The Final Destination ganz gut gefallen. Er ist kein Meisterwerk, er erfindet das Rad nicht neu, immitiert es nichtmal gut - es kommt mir eher eckig vor, wenn ich ehrlich sein soll. Aber mehr erwartet man von einem Genre auch nicht, in dem Darsteller nach Screamtime bezahlt werden und bei dem man einfach nur sehen will, wie jemand auf möglichst kreative Art verreckt. Ok, DAS hat vielleicht nicht so toll geklappt, aber trotz meiner fiesen Ausdrucksweise mochte ich die meisten Charaktere eigentlich, besonders die dreieinhalb Helden. Vielleicht geht es ja wirklich nur MIR so, aber... ich will einen Film sehen, bei dem die Helden versuchen zu überleben - und es schaffen! Ich hatte 81 Minuten lang das Gefühl "Jo mei, vielleicht kein Meisterwerk, aber zumindest wurde ich gut unterhalten."
Ja. Bis dann in der allerletzten Minute alle Scheiße der Welt in Form eines HighwaySchlachtschiffes über sie hereinbricht. Sie haben gelitten, sie haben gehofft, sie haben geweint, sie haben viel zu wenig gefickt für meinen Geschmack - aber verdammt nochmal, sie haben sich ihre Leben VERDIENT! (ok, bis auf Jeanet) Dieser letzte, dreifache Mord nimmt dem ganzen Film schlicht seine Existenzberechtigung. Wo ist im Nachhinein der Unterschied, ob Nick beim Rennen stirbt, am Ende im Lokal oder weil er seinen Nick in eine Steckdose zwängt? Richtig, es gibt keinen. Es ist alles sinnlos. Nur, dass einem bei Zweiterem falsche Hoffnungen gemacht werden und Dritteres einen gewissen Unterhaltungswert gehabt hätte. Für MICH war der Mord Grund genug, den Film in die untersten Ebenen der Wertungshölle zu verfrachten. Nichts ist schlimmer, als wenn eigentlich ganz sympathische Charaktere durch die Hölle gehen, nur um dann im Hades zu versinken und meine sieben Euro mitnehmen.

Und ich musste 82 Minuten lang mit goofy glasses rumsitzen.

Wertung
Diesmal nicht möglich. Das Ende zieht in meinen Augen den gesamten Film herunter. Mein Wertungssystem wird demnächst anhand eines separaten Artikels eingeführt.

Anmerkung: ich hafte nicht für Rechtschreibfehler; wer sich diesen Artikel jetzt durchliest möge mir verzeihen. Korrekturgelesen wird heute Nacht noch einmal.




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